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…wer das Tor zur Insel, die Hafenstadt Stralsund, einmal betreten hat, kehrt immer wieder zurück. Nach Überquerung des 2 km langen Strelasund über die im Jahre 2007 fertig gestellte Rügenbrücke, erwarten Sie nun 580 Kilometer abwechslungsreiche Küstenlinien, weiße Sandstrände, endlose Alleen, schroffe Klippen und mit Schilf begürtelte Buchten an Bodden und Binnenseen. Rügen und seine Schwesterinseln bieten ihren Gästen eine Vielfältigkeit landschaftlicher Schönheiten wie kaum eine andere Region in ganz Deutschland. Mit fast 1000 Quadratkilometern darf sich Rügen in aller Bescheidenheit Deutschlands größte Urlaubsinsel nennen – Ein Paradies für Wanderer, Radfahrer, Angler, Segler und die ganze Familie.
Sie besuchen uns auf der ‚Insel der Gegensätze’ und können das pulsierende Leben der Seebäder, die Ruhe und Erholung der faszinierenden Naturlandschaften und weltberühmten Aussichten genießen. Malerische Alleen, verträumte Fischerdörfer, idyllische Buchten, Bodden und Binnenseen sowie üppige Buchenwälder warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Zahlreiche Ausstellungen und kulturelle Events locken an besondere Orte, wie beispielsweise das Nordkap der Insel Kap Arkona. Inseltypisches Kunsthandwerk und eine Vielfalt an Kulinarischem werden Ihnen darüber hinaus an allen Orten angeboten.
Die Insel Rügen ist kein geschlossener Komplex, sondern wie ein Puzzle aus Land und Meer, Nehrungen, Inseln, Buchten, Bodden und Halbinseln zusammengefügt.
Ihr Aussehen erhielt die Insel etwa 7.000 Jahre zurück: Der in der Weichseleiszeit entstandene Eispanzer war geschmolzen und ließ den Wasserspiegel der heutigen Ostseeinsel mächtig steigen. Als Folge ragten die Moränenrücken als einzelne Inselkerne ins Meer. So entstanden Wittow, Jasmund und Mönchgut. Schwere Stürme sorgten für starke Erosionen an den Außenküsten, so dass sich Steilküsten bildeten. Von diesen brachen Sand, Kies und Feuersteine ab und wurden durch die Strömungen im Meer abtransportiert. Durch Strömungen bildeten sich außerdem Sandhaken, es entstanden die Nehrungen, die die Inselkerne miteinander verbanden. Rügen wird von 18 Inseln umgeben, die wohl bekannteste ist Hiddensee mit 18,5 qkm und die größte ist Ummanz mit 19,3 qkm.
Die Geschichte Rügens lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Auf ganz Rügen findet man Großsteingräber und Opfersteine, Funde die auf eine Besiedlung in dieser Zeit hinweisen. Der Insel gaben die zur Zeit der Römer auf der Insel lebenden Rugier ihren Namen. Der ostgermanische Stamm blieb bis etwa zum Jahre 400 und wanderte dann im Zuge der Völkerwanderung ab, um ein neues Reich in Pannonien zu gründen.
Rügen wurde nun vom Stamm der Ranen besiedelt. Sie errichteten Befestigungsanlagen und Heiligtümer für ihren Gott Svantevit, dessen größter Tempel am Kap Arkona derzeit durch Archäologen ausgegraben wird, um einer Zerstörung durch die Natur vorzukommen, denn er liegt direkt am Kliff und ist durch fortschreitende Erosion gefährdet. Die Ranen waren ausgezeichnete Seefahrer und besiedelten viele benachbarte Ostseeinseln. Sie waren gefürchtet, bis die Nachbarn der Insel die Raner Fürsten unter Druck setzten.
1168 zerstörten die Dänen unter der Herrschaft König Waldemar I. den Svantovit-Tempel im Burgwall am Kap Arkona und beendeten damit sowohl die territoriale als auch die religiöse Eigenständigkeit der Ranen. Der Ranenfürst Jaromar I. († 1218) wurde Vasall des dänischen Königs, die Inselbewohner christianisiert. Deutsche Kolonisten wurden in das Land geholt und stellten bald den größten und kulturell prägenden Bevölkerungsteil. Immer mehr deutsche besiedelten die Insel. Die deutsche Sprache setzte sich immer mehr durch.
Nach dem Tod des letzten Slawenfürsten Wizlaw III. 1325 kam das Land infolge der 1321 geschlossenen Erbverbrüderung an Pommern-Wolgast und war eine Zeit lang das Besitztum einer abgezweigten Linie (Barth), bis es 1478 mit Pommern vereinigt wurde. Mit diesem Land kam es dann 1648 durch den Westfälischen Frieden an Schweden. In den Jahren 1678 und 1715 konnte Rügen vom Kurfürsten von Brandenburg Friedrich Wilhelm bzw. von Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, jeweils kurzzeitig den Schweden entrissen werden. So landete und eroberte ein brandenburgisch-preußisches und dänisches Heer die Insel bei der Invasion Rügens im Jahre 1678. Nach dem Frieden von Saint-Germain im Jahre 1679 ging die Insel vom dänischen wieder in schwedischen Besitz über. Zur Zeit der Napoleonischen Kriege wurde Rügen von 1807–1813 von den Franzosen besetzt gehalten. Im Frieden von Kiel von 1814 ging es zunächst von Schweden an Dänemark und fiel dann durch den Wiener Kongress 1815 mit Neuvorpommern an Preußen.
Die Halbinsel Jasmund war nach dem Dreißigjährigen Krieg eine Zeit lang im Besitz des schwedischen Generals Carl Gustav Wrangel, dann der Grafen De la Gardie, von denen sie Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus erwarb.
Nördlich von Binz befinden sich heute Museen die auf die Zeit des Nationalsozialismus hinweisen. Die Organisation „Kraft durch Freude“ baute in dieser Zeit das große Seebad Prora. Die Arbeiten wurden nie beendet.
Auf Rügen gibt es nicht einfach nur Straßen, bekannt sind unsere Alleen. Zu jeder Jahreszeit sind sie reizvoll. Im Frühjahr überwältigt das frische Grün. Im Sommer bilden sich lichtdurchflutete Laubtunnel. Im Herbst erstrahlen die schönsten und kräftigsten Farben. Im Winter sind es bizarre, manchmal mit Raureif und Schnee geschmückte Naturschönheiten. Vorwiegend alter Baumbestand aus Linden, Eichen, Kastanien, Birken, Blut- und Rotbuchen schmückt Straßen und Wege. Übrigens, ganz in der Nähe, in Sellin beginnt die Deutsche Alleenstraße, die nach über 1.000 km am Bodensee endet.
Bernstein, niederdeutsch „Bernen“= brennen. Bernstein ist fossiles Baumharz, welches älter als 1 Mio. Jahre alt ist, unabhängig von Herkunft und Eigenschaften. Den in den Lagerstätten des südlichen Ostseeraumes vorkommende Bernstein nennt man Baltischen Bernstein. Insgesamt gibt es über 80 verschiedene Sorten auf der Welt. Der Bernstein wurde im Laufe von Millionen Jahren mehrfach transportiert und umgelagert, z. B. durch die Eiszeiten. Der Baltische Bernstein ist in Aussehen (Tropfen, Zapfen, Knollen) und Farbe (hell bis rotbraun, durchsichtig, weiß, gelb bis fast schwarz) sehr unterschiedlich. Durch Reiben lädt sich Bernstein elektrostatisch auf. Er hat eine geringe Dichte, die ihn im Ostseewasser leicht schweben lässt. Er ist bei rußender Flamme leicht brennbar und duftet aromatisch. Bei 170 Grad C ist er verformbar und klebrig, bei 300 Grad C zersetzt er sich und zurück bleibt Kollophonium. Bernstein kann Einschlüsse enthalten wie Pilze, Moose, Nacktsamer, Schnecken, Fliegen, Spinnen.
Bernstein können sie sogar selber bei einem schönen Strandspaziergang sammeln. Des Weiteren können Sie das kleine Bernsteinmuseum in Sellin oder die Schaumanufaktur in Ribnitz-Damgarten, direkt an der B 105, besuchen.
Findlinge sind Gesteinsblöcke aus Granit oder Gneis, die mit dem Eis vor über 20.000 Jahren aus Skandinavien zu uns gebracht wurden. Wir finden sie auf der ganzen Insel "verstreut".
Der älteste Findling, der urkundlich erwähnt wurde, nämlich 1792, ist der Stein am Kollicker Ort (Stubbenkammer). Der größte Findling der Insel Rügen ist der Buskam bei Göhren. Er hat ein Gewicht von 1.626 Tonnen.
Großsteingräber sind beeindruckende Grabanlagen aus der jüngeren Steinzeit (2.600 bis 1.800 J. v. u. Z.), gebaut aus riesigen Findlingen. Großsteingräber sind Ausdruck bäuerlicher Sesshaftigkeit und der Gewissheit dauerhaften Landbesitzes. Vor 150 Jahren gab es auf Rügen 236 dieser Grabmale, heute sind es noch 50 Großsteingräber in 27 Orten. Führt der Eingang an einer schmalen Seite durch einen niedrigen, engen Zugang in die rechteckige Kammer, so nennt man die Gräber Großdolmen (tol = Tisch, men = Stein). Befindet sich der Eingang an einer Längsseite, so ist es ein Ganggrab. Das einzig bekannte Ganggrab auf Rügen ist in der Nähe von Nipmerow. Die Gräber wurden mehrere Jahrhunderte genutzt. Grabbeigaben waren üblich, z. B. Waffen wie Beile, Meißel, Klingen.
Bei einer Wanderung bis Lancken – Granitz können Sie die dortigen Großsteingräber besichtigen. Bei einer Radtour nach Putbus kommen Sie an mehreren Großsteingräbern vorbei, z. B. an den Ziegensteinen bei Groß-Stresow oder dem Grab in Lauterbach, in der Nähe des Badehauses Goor. Des Weiteren befindet sich in der Nähe des Kap Arkona das Nobbinger Großsteingrab.
Hausmarken sind runenartige Zeichen, mit denen die Rüganer, Mönchguter und Hiddenseer teilweise heute noch ihren Besitz anzeigen. Hausmarken erlangten die Bedeutung eines Siegels. Sie wurden von Generation zu Generation weitergegeben und an Haustüren und Hoftoren angebracht; aber auch Dachgiebel, Pflug, Egge, Butterfaß, Fischernetz wurden gekennzeichnet. Selbst die Tiere erhielten entsprechende Brandzeichen und auch auf Grabsteinen waren sie zu finden.
Im Fischerdorf Vitt bei Arkona, auf Mönchgut und Hiddensee können Sie die Hausmarken besonders gut entdecken.
Es gibt nicht nur Großsteingräber, sondern auch Hügelgräber auf Rügen.
Diese Begräbnisstätten stammen aus der Bronzezeit und sind 3.000 Jahre alt. Das größte Hügelgrab liegt direkt an der B 96 Richtung Sassnitz, direkt an der Abfahrt Sagard. Es ist 9 m hoch und hat einen Umfang von 150 m.
Alljährlich weilen im Frühjahr für 3 bis 4 Wochen und im Herbst für ca. 8 Wochen Kraniche auf Rügen. Auf ihrem 3.000 km langen Vogelzug zwischen Sommer- und Winterquartier fliegen die Vögel des Glücks, wie sie auch genannt werden, die Rastplätze der Insel Rügen und der Vorpommerschen Boddenlandschaft an. Kraniche sind 1, 25 m groß und wiegen zwischen 4,5 kg (Weibchen) und 6,1 kg (Männchen) und werden ca. 25 Jahre alt. Sie haben ein graues Federkleid. Die stark verlängerten Armschwingen bilden den schwärzlich herabhängenden Schwanz. Auf dem Kopf haben sie einen leuchtend roten Federbusch. Zur Begrüßung und zur Balz werden schmetternde trompetenartige "Kruh-Laute" ausgestoßen, die in der 1,30 m langen Luftröhre gebildet werden. Jährlich weilen ca. 50.000 Kraniche auf Rügen.
Rast- und Schlafplätze befinden sich vorwiegend auf Westrügen und Ummanz. Dort sind auch Beobachtungsstände und es werden Führungen angeboten. Infos dazu gibt es beim Kranichzentrum in Waase (Ummanz).
Hört man das Wort "Kreide", kommt die Erinnerung an das Märchen "Der Wolf und die 7 Geißlein", wo ja der Wolf Kreide frisst, um eine höhere Stimme zu bekommen. Oder die Gedanken gehen zur Schulkreide, welche allerdings größtenteils aus Gips besteht.
Besucher der Insel Rügen denken bei Kreide natürlich an die berühmten Kreidefelsen. Vor 69 Millionen Jahren entstand die Rügener Kreide. Es war ein Kreidemeer mit nördlicher Grenze im Bereich des heutigen Südschweden und der südlichen Abgrenzung des heutigen Harzes. Diese Meerstraße verband das französische Kreidemeer mit dem Meer im Bereich Krim-Kaukasus. In einer etwa 100 km breiten Zone lagerte sich die weiße Schreibkreide ab, die zu 73 % aus kalkigen Resten von Einzellern (Coccolithen) und 20 % aus Foraminiferen (Kammerlingen bis 4 mm groß) bestanden. Die Ablagerungen wuchsen jährlich 0,5 mm, damit waren für die Entstehung der Rügener Kreide 540.000 Jahre notwendig. Typisch für unsere Kreide sind Einschlüsse von Feuersteinen und Makrofossilien wie Seeigel und Donnerkeile. Während der Eiszeiten wurden die Kreideschichten zerwühlt, zerklüftet und angehoben.
Seit 160 Jahren wird auf Rügen die Kreide auch in Tagebauen abgebaut. Der Abbau erfolgte früher manuell und unter körperlich schweren Bedingungen.
Die Kreide wird abgebaut, aufgeschlemmt, entwässert und getrocknet. Wozu wird denn Kreide gebraucht? Sie wird vielseitig in der Industrie eingesetzt, wie z. B.
- die Porzellan- und Steingutproduktion, auch Sanitärkeramik
- Masseneinsatz in der Fliesenindustrie
- Füllstoff für Fußbodenbeläge und in der Kabelindustrie
- Füllstoff und Pigmentträger in Farben und Lacken
- Kalziumträger in Futtermitteln
- zur Rauchgasentschwefelung in Kohlekraftwerken
- zur Abwasserbehandlung und als Düngekalk
Nicht zu vergessen die Heilkreide: Der Heilkreideschlamm ist ähnlich fein wie Marmorstaub. Diesen verwendeten die alten Griechen und Römer schon als Badezusatz. Rügener Heilkreide wird als Badezusatz oder als Packung angeboten, welche bei vielen Schmerzen Linderung verschaffen, wie z. B. bei Rheumatismus, Neuralgien, Ischias usw.
Die Kreidefelsen können Sie auf einer Wanderung im Nationalpark Jasmund sehen. An der Viktoriasicht haben sie den schönsten Blick auf den „Königsstuhl“. Weiterhin empfiehlt sich ein Ostseeausflug von Sellin, Binz oder Sassnitz aus bis zum Fuße der Kreidefelsen. Aber auch nach einem Besuch des Kreidemuseum Gummanz (bei Sagard) können Sie bis zum „kleinen Königsstuhl“ wandern. Von dort aus haben Sie eine wunderschöne Aussicht über das Rügener Land. Oder nutzen Sie die Gelegenheit zu einem Kreidebad oder einer Kreidepackung.
Mönchgut ist eine der urigsten Landschaften Rügens. Es ist eine uralte Kulturlandschaft im Südosten der Insel, umgeben von Ostsee und Rügenschen Bodden, geprägt von Hügeln, Abbruchküsten, endlosen Sandstränden, Heidelandschaften und Salzwiesen.
Vom 67 m hohen Bakenberg auf dem Zickerschen Höft hat man einen fantastischen Blick über das Wasser, welches ständig an der Küste arbeitet. Ohne die Bergrücken hätten wohl Sturmfluten der Vergangenheit den Zipfel Land längst verschluckt. Mönchgut soll bis an die Insel Ruden herangereicht haben, als 1304 eine schwere Sturmflut den „Wassergraben“ zwischen beiden Landflecken erheblich verbreiterte. (lt. Stralsunder Chronik).
Am Ortsausgang von Sellin, in Richtung Baabe verläuft die eigentliche Grenze zwischen Rügen und der Halbinsel Mönchgut – der Mönchgraben. Der Mönchgraben ist eine uralte angelegte Befestigungsanlage. Der Sage nach wurde der Mönchgrabe oberhalb von Baabe angelegt, der sich nach Westen hin bis zum Selliner See zog. Er war auf Weisung des Klosters Eldena bei Greifswald entstanden, damit deutlich eine Trennlinie zwischen geistigem und profanem Besitz erkennbar wurde. In Wirklichkeit muss er aber schon früher bestanden haben.
Wie kam das Land zu seinem Namen? Im Jahre 1252 überließ der Rügenfürst Jaromar II. das „Land Reddevitz“ dem Zisterzienser Kloster Eldena bei Greifswald für eine jährliche Rente von 30 Mark.
1360 erwarb das Kloster auch den Rest der Halbinsel (Zicker) dazu. Dafür mussten sie 3.180 Mark zahlen. Fast 300 Jahre bis 1535 war das Land das „Gut der Mönche“. Daher der Name „Mönchgut“. Die Mönche siedelten deutsche Kolonisten aus Friesland, Schleswig-Holstein und Niedersachsen an und Mönchgut wurde Enklave von Rügen. Der kleine „Klosterstaat“ war vom Rest der Welt abgeschottet. Fremde Handwerker z. B. hatten keinen Zutritt. Den Mönchgutern war jeglicher Verkehr mit dem Rest der Insel untersagt. Sitten, Gebräuche, Hausformen, Trachten unterschieden sich grundsätzlich von denen der Insel Rügen.
Die Halbinsel war völlig isoliert und die Menschen waren vorwiegend Bauern, die die Fischerei als Nebenerwerb betrieben, bis die Küstenfischerei mit großen Reusen begann. Von da ab betrieben die Männer Fischerei und Seefahrt und die Frauen besorgten die Landwirtschaft. Die fleißigen und gleichberechtigt arbeitenden Frauen waren auf Mönchgut hoch geachtet. Sie hatten sogar das Recht, sich Ihren Mann selbst auszusuchen und um ihn zu werben. Das Familienleben war sehr harmonisch und der Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft sehr ausgeprägt. Typisch ist auch das Festhalten an Traditionen. So wurde z. B. bei der Geburt der ersten beiden Söhne rechts und links der Haustür ein Baum gepflanzt. Auch heute wird noch das kulturelle Erbe gepflegt. Die Mönchguter Trachtengruppe bringt mit ihren Tänzen, Trachten und Liedern dies den Menschen näher.
Die Ostsee ist ein Randmeer des Atlantiks. Sie hat eine Oberfläche von 386.000 qkm und befindet sich zwischen dem 10. und 20. Längengrad östlicher Länge und zwischen dem 54. und 66. Breitengrad nördlicher Breite (am 68. Breitengrad beginnt der Polarkreis).
Die durchschnittliche Temperatur beträgt 7 Grad Celsius, der Salzgehalt liegt zwischen 7 und 15 Promille (bei Weststurm in der Tiefe). Die Wassertiefe um Rügen beträgt ca. 20 m.
Pflanzen in der Ostsee: Rotalgen, Braunalgen, Blasentang, Seegras und Phytoplankton.
Tiere in der Ostsee: Einzeller, Muscheln, Schnecken, Seesterne, Fische wie z.B. Dorsch, Hering, Wittling, seltener, Lachs, Butterfisch, Hornfisch.
Ursprünglich wurden die Dächer der Katen und Ställe mit Stroh eingedeckt. Da diese Dächer aber nur eine Lebensdauer von 20 Jahren hatten, verwendeten die Menschen den nachwachsenden Rohstoff Rohr. Das fertige Rohrdach hat eine Dicke von 35 cm. Es ist wasserdicht, dämmt gut Wärme und Schall und reguliert die Feuchtigkeit. Es hat eine Lebensdauer von 70 Jahren. Rohr wird bei Frost an den Boddenufern, heute meist schon mit Erntemaschinen, geschnitten. Es wird auch aus Polen und Ungarn importiert.
Sind Sie auf der Insel unterwegs, werden sie noch viele Rohrdächer sehen, neue, alte, wieder hergestellte und in verschiedenen Formen. Viel Spaß beim Entdecken!
Swantevit von "sventu" = heilig, stark, Lichtergott. Swantevit war der Gott der Götter aller Slawen. Er besaß 4 Gesichter und trug in einer Hand ein Schwert, in der anderen ein Trinkhorn. Höhepunkt des Kultes war das Erntefest. Das Heiligtum, der Tempel befand sich am Kap Arkona, welcher 1168 von den Dänen erstürmt wurde und die Christianisierung auf Rügen begann.
Rugievit war der Kriegsgott der Rügenslawen. Sein Tempel befand sich in Charenza, heute Garz. Er hatte 7 Gesichter unter einem Schädeldach und an einer Seite 7 Schwerter. Ein 8. Schwert hielt er in der erhobenen Hand.
Porevit hatte 5 Gesichter und befand sich im Tempel Charenza. Am Kap Arkona können Sie noch die Reste der Wallanlage besichtigen, außerdem gibt es einen hölzernen Swantevit zu sehen. In Garz kann noch die Wallanlage der Burg Charenza besichtigt und bestiegen werden.
Überall auf Rügen, meist sogar an den Straßenrändern, stehen Sanddornsträucher. Es sind sommergrüne Zier- und Nutzsträucher mit dekorativen orangefarbenen Früchten, die besonders gut auf sonnigen, sandigen und feuchten Standorten gedeihen. Zur Rokokozeit als Zierstrauch kultiviert, fand man in den 30er Jahren heraus, dass Sanddorn einen sehr hohen Vitamin C Gehalt hat. Außerdem sind die Vitamine B12, A und E enthalten. Er wird auch die Zitrone des Nordens genannt. Verarbeitet wird Sanddorn zu leckeren Gelees, Marmeladen, Likören, aber auch zu Cremes oder heilkräftigen Ölen.
Sanddornprodukte finden Sie auf Märkten oder in Fachgeschäften. Den besten Sanddornlikör gibt es in der Edeldestille in Lieschow (Ummanz).
Zuckerhüte werden auf Rügen bestimmte Hausformen genannt, deren Form an Zuckerhüte erinnert. Es handelt sich dabei um ein niederdeutsches Hallenhaus, welches einen fast quadratischen Grundriss hatte. Es gab keine Stuben, sondern nur offene Räume und eine Durchgangsdiele. Im Haus war nur eine Feuerstelle ohne Schornstein (Rauchhaus). Rauchhäuser gab es seit dem 12./13. Jh.
Das wohl bekannteste Rauchhaus ist das Pfarrwitwenhaus in Groß - Zicker. Bei der Besichtigung dieses Hauses fühlen Sie sich um Jahrhunderte zurück versetzt.
Das ehemalige Fischer- und Lotsendorf Göhren (slawisch „Berg“) wurde 1165 erstmals urkundlich erwähnt. Göhren entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Ferienort und führt seit 1878 den Titel Seebad. 1885 zählte das Dorf 245 Einwohner. Die ersten Sommergäste Ende des 19. Jahrhundert waren fasziniert von der unberührten Landschaft und den feinen Sandstränden. Mit Anschluss an die Kleinbahnstrecke, die Schmalspurbahn Rasender Roland entwickelte sich Göhren zu einem anerkannten Ostseebad. Die Kleinbahn fährt noch heute im Linienverkehr und verbindet Göhren mit den Badeorten Baabe, Sellin und Binz. Sie endet im Putbuser Ortsteil Lauterbach. Göhren ist mit seiner Landspitze, genannt „Nordperd“ (Perd= slawisch Vorsprung), der östlichste Punkt der Insel. Hier trennen sich Nord- und Südstrand, die mit ihrer Gesamtlänge von 7 km den Ort umschließen. Der Nordstrand ist der eigentliche Badestrand mit Kurpromenade. Aber auch der ruhige Südstrand lädt mit der jodhaltigen Luft, einem milden Reizklima und intakter Natur zu erholsamen Spaziergängen ein.
Zwischen der Göhrener Seebrücke und dem Nordperd, unweit von der Strandpromenade, liegt mit dem Buskam der größte bisher in Norddeutschland gefundene Findling, der etwa einen Meter aus dem Meer ragt.
Neben den Hotels und Pensionen, die zum Großteil im Stil der Bäderarchitektur gehalten sind, bietet Göhren auch wunderschöne Campinplätze an, die sich direkt am Strand befinden.
Göhren ist das Ostseebad der zwei Strände, die eine Gesamtlänge von 7 km bieten und den Ort umschließen. Der feinsandige Nordstrand lädt zum Baden und flanieren an der Bernsteinpromenade. Der ruhige Südstrand hingegen wird zum Baden weniger genutzt, lädt aber ein zu wunderbar erholsamen Spaziergängen.
Der denkmalgeschützte Kurpavillon liegt in dem von Kultur und Abwechslung geprägten Kurpark von Göhren. In der Zeit von April bis Oktober werden Ihnen hier Konzerte und Varieteveranstaltungen und abwechslungsreiche Kulturprogramme geboten.
Die Seebrücke hat eine lange Geschichte. Zum ersten Mal 1909 mit einer Länge von 1.002 m erbaut, musste sie viele Kriegs und Winterschäden hinnehmen und wurde zuletzt im Jahr 1993 mit einer Länge von 207 m neu erbaut. Sie bietet einen wunderbaren Blick über den weißen Sandstrand und über die Ostsee. Von der Seebrücke aus beginnen diverse Schiffstouren, die von verschiedenen Reedereien mit komfortablen Fahrgastschiffen angeboten werden.
Wie das Ostseebad Binz ist auch Göhren durch die wunderschöne Bäderarchitektur geprägt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren es insbesondere reiche Kaufleute aus dem Raum Berlin, die zunächst für ihre Familien prächtige Ferienhäuser in unmittelbarer Nähe zur Ostsee erbauen ließen. Besonders typisch sind dabei die in weiß gehaltenen Balkone und Veranden in Verbindung mit Rundbogen- oder Rechteckfenstern. Im Laufe der Zeit gewann der Tourismus zunehmend an Bedeutung, indem liebevoll gestaltete Pensionen und Hotels ihre Gäste zu einem erholsamen Aufenthalt einluden. Heute schafft dieser Baustil ein stilvolles Ambiente für einen unvergesslichen Urlaub am Meer.
Viel wissenswertes und Interessantes über das Leben im einstigen von der Fischerei geprägten Fischerdorf Göhren kann man im Göhrener Heimatmuseum, im Museumshof, im Rookhus und auf dem Museumsschiff "Luise" entdecken und erfahren. Doch nicht nur im Ostseebad Göhren, auch in anderen Orten der malerisch gelegenen Halbinsel Mönchgut laden verschiedene Museen ein, Sie anschaulich über Traditionen, Lebensweisen und Geschichten aus vergangenen Zeiten zu informieren.
Es stammt aus der Bronzezeit und ist neben der Göhrener Kirche zu finden. Das Hügelgrab liegt auf einer Anhöhe neben der Kirche unter einer Baumgruppe. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick über das Mönchsgut. Auch die Inseln Ruden und Usedom sind von dort aus zu sehen.
Dies ist die letzte Lebens- und Wirkungsstätte des „Dichters der Ostsee“ und zu seiner Zeit bedeutenden Dramatikers Max Dreyer. Er selber erbaute dieses Haus im Jahr 1901 und bewohnte es von 1921 bis zu seinem Tode 1946. Heute befindet sich im "Drachenhaus" die Werkstatt des Keramikers Peter Beyer - der hier gemeinsam mit seiner Gattin die Drachenhaus-Keramik herstellt.
Dieser Brocken ist Deutschlands größter Findling und befindet sich ca. 300 m vor der Küste östlich von Göhren. Der „Gottesstein“ ist 1626 Tonnen schwer und hat einen Rauminhalt von 600 Kubikmetern. Bis in die 30er Jahre des Letzten Jahrhunderts setzten die frisch vermählten Paare zum Buskam über und führten einen Reigentanz zur Huldigung des Meeresgottes auf.
Das Nordperd ist mit 60 m über dem Meeresspiegel der östlichste Punkt der Insel Rügen. Am Kliff bietet sich Ihnen eine unglaubliche Aussicht auf die Küste der Insel Usedom sowie auf die Greifswalder Oie – auch „Helgoland der Ostsee genannt“. Ein Blick in nordwestliche Richtung lohnt sich: man sieht die Kreideküste der Halbinsel Jasmund und auch der Buskam, 300 m vom Ufer entfernt, ist von hier aus zu erkennen.
Die Kneippanlagen von Göhren laden ein die Gesundheit durch Kneippgänge zu stärken. Die Wirkung des eiskalten Wassers wird Ihnen bei einem Blick auf die blaue Ostsee sehr angenehm sein. Das Ostseebad Göhren ist am 3. Mai 2007 offiziell mit dem Prädikat „Kneippkurort“ ausgezeichnet worden.
Bundesland |
Mecklenburg-Vorpommern |
Landkreis |
Rügen |
Amt |
Mönchgut-Granitz |
Fläche |
6,89 km² |
Einwohner |
1278 (31.Dez.06) |
Bevölkerungsdichte |
185 Einwohner je km² |
Postleitzahl |
18586 |
Vorwahlen |
038308 |
Kfz-Kennzeichen |
RÜG |
Offizielle Webseite |
www.ostseebad-goehren.de |
Polizei Station
in Baabe
Strandstraße 2 |
038303-90 93 0
Notruf 110 |
Tierarzt
DVM Dreyer, Serams |
038393-3 17 04 |
Post
in der EDEKA-Filiale |
038308-21 62 |
Kurverwaltung |
038308-66 79 26 |
Mönchgut-Apotheke
Strandstraße 3 |
038308-9 11 94 |
Fundbüro
Amt Mönchgut-Granitz in Baabe, Göhrener Weg 1
Kurverwaltung, Poststraße 9 |
038308-16 40
038308-66 79 0 |
Krankenhaus
Sana-Krankenhaus Rügen in Bergen |
03838-39 0 |
WFV – GmbH
Ihr Partner für Ferienwohnungen und Ferienhäuser an Nord- und Ostsee.
Hauptstrasse 9a
18609 Ostseebad Binz
www.wfv-gmbh.de |
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
|
038393 - 31532 |
Essen und Trinken
AVR Hotel Meeresblick
Friedrichstrasse 2
18586 Ostseebad Göhren |
Regionale und saisonale Küche auf höchstem Niveau. Reservierung unbedingt notwendig |
Tel: 038308/5650 Fax: 038308/565200 |
Bar Maritim
Hotel Hanseatic, Nordperdstr. 2
18586 Ostseebad Göhren |
kleine Snacks, internationale Cocktails, Malt-Whisky-Spezialitäten |
Tel : 038308/515
Fax: 038308/51600 |
Café Übersee
Am Nordstrand 2a
18586 Göhren |
Eis und Kuchen aus eigener Produktion, leichte Küche |
Tel : 038308-66999
Fax: |
Die Räucherei
Inh. Andreas Ebert
Bahnhofstraße 1
18586 Göhren |
täglich Räucherfisch direkt aus dem Ofen |
Tel : 038308-34043
Fax: 038308-34922 |
Gaststätte "Zum Leuchtfeuer"
Inh. Birgit Rollin
Max-Dreyer-Str. 6
18586 Göhren |
Hausmannskost |
Tel : 038308-25296
Fax: 038308-25771 |
Hotel und Restaurant
“Albatros"
Ulmenallee 5
18586 Göhren |
3-Gänge-Mittagsmenüs für 6,00 € p.P., Hausplatten für 2 Personen, ca. 80 verschiedene Fisch- und Fleischgerichte, auch Vegetarier- und Kindergerichte |
Tel : 038308-5430
Fax: 038308-54370 |
Kaiser's Hofkneipe
Waldstraße 11
18586 Göhren |
Deutsch/Dänische Fischspezialitäten, z.B. Skandinavisches Dorschpäckchen oder ofengebackener Kräuterhering |
Tel : 038308-2156
Fax: 038308-2156 |
Lobby-Bar & Orangerie
Im Hotel Nordperd
Hotel Nordperd, Nordperdstr. 11
18586 Ostseebad Göhren |
Internationale Cocktails |
Tel : 038308/70
Fax: 038308/7160 |
Ostseegaststätte
Inh. Looks/Jendrossek
An der Strandpromenade 5
18586 Göhren |
hausgebackener Kuchen und diverse Eisbecher und Cocktails, Fischspezialitäten und Fleischgerichte |
Tel : 038308-25291
Fax: 038308-25291 |
Restaurant "Caprice"
Thiessower Str. 32
18586 Göhren |
Regionale und mediterrane Speisen, gute Fisch- und Geflügelspezialitäten |
Tel : 038308-25307 |
Restaurant "preisgekrönte Fischsuppe”
Mecklenburger Fisch- und Fleischgerichte aus der Regionriesenstube" im Waldhotel
Waldstraße 5
18586 Göhren |
regionale und saisonale Küche, v.a. Fischgerichte, Grillbuffet |
Tel : 038308/50500
Fax: 038308/25380 |
Restaurant "Ostsee-Residenz"
Nordstrand 2
18586 Göhren |
regionale und saisonale Küche wie Heringswochen, Spargelzeit, reichhaltige Speisekarte - Snacks, kleine und große Speisen, Eis und Kuchen |
Tel : 038308/50500
Fax: 038308/25380 |
Restaurant Alt Berlin
Hotel Hanseatic, Nordperdstr. 2
18586 Ostseebad Göhren |
regionale Küche, Fisch, Erlebnisbuffet |
Tel : 038308/515
Fax: 038308/51600 |
Restaurant Flora
im Hotel Nordperd
Nordperdstraße 11
18586 Ostseebad Göhren |
regionale Küche, Fisch, Spezialität Rudenlamm |
Tel : 038308/70
Fax: 038308/7160 |
Robinson jr.
Nordstrand 1
18586 Göhren |
leichte Küche mit mediterraner Note |
Tel : 038308-25097
Fax: 038308-25460 |
Steinofen-Backhaus
Inh. Roland Koos
Poststraße 6
18586 Göhren |
Pizza und Baguettes aus dem Steinofen |
Tel : 038308-91006 |
Tennisstübchen
Inh. Harald Peschke
Nordstrand 4
18586 Göhren |
norddeutsche Hausmannskost, Fisch- und Fleischgerichte, kleine Speisen, hausgemachte Suppen, hausgebackene Kuchen |
Tel : 038308-25018
Fax: 038308-25018 |
Zum Fischer Franz
Inh. Jutta Franz
Thiessower Straße 23
18586 Göhren |
Fischgerichte |
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Am Strandberg
18586 Göhren |
preisgekrönte Fischsuppe, Mecklenburger Fisch- und Fleischgerichte aus der Region |
Tel : 038308-25442 |
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